Neue, spezielle Kontaktlinsen machen kurzsichtigen Menschen Hoffnung

Wenn die Kurzsichtigkeit immer stärker wird…

Veränderte Lebensgewohnheiten erhöhen das Risiko massiv, vor allem in jungen Jahren, eine stetig zunehmende Kurzsichtigkeit (Myopieprogression) zu entwickeln. Wissenschaftler sprechen vor dem Hintergrund, dass in Asien rund 80% und in Europa bis anhin rund 40% der Menschen kurzsichtig sind, schon von einer eigentlichen Epidemie. Als Ursachen gelten genetische Faktoren und das Überhandnehmen von Sehen in die Nähe, etwa beim Gebrauch von Smartphones, Tablets und bei der Bildschirmnutzung ganz allgemein. Ebenso wird überlanges Verweilen in geschlossenen Räumen bzw. fehlender Aufenthalt im Freien, wo anderes Blickverhalten und natürliche Lichtverhältnisse vorherrschen, als negativ beschrieben. Es gibt Wege, die stetige Zunahme der Kurzsichtigkeit (Myopie) einzudämmen.

bawo_Fotolia_154927823_Subscription_Monthly_XXL

(Bilder: Fotolia)

Tatsächlich muss dem Fortschreiten der Kurzsichtigkeit seit einiger Zeit nicht mehr tatenlos zugesehen werden. Pharmakologisch kann mit dem täglichen Einträufeln von Atropin 0,01% das für die Myopieprogression verantwortliche Längenwachstum des Augapfels beeinflusst werden. Allerdings ist das wegen Nebenwirkungen sehr stark verdünnte Atropin schwer erhältlich bzw. In der Schweiz (noch) nicht zugelassen.

Spezielle Kontaktlinsen können die Dehnung des Augapfels bremsen oder gar stoppen. Erfolgversprechend sind spezielle Nachtlinsen, die während dem Schlaf den Sehfehler korrigieren und so am Tag scharfes Sehen auch ohne Kontaktlinsen ermöglichen (Ortho-K Kontaktlinsen). Seit Kurzem sind auch spezielle weiche Kontaktlinsen am Markt, welche durch unterschiedliche zentrale und randnahe Korrekturwerte ebenfalls der Myopieprogression entgegenwirken. Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass die Anwendung einfacher Brillen oderbawo_Fotolia_86139046_Subscription_Monthly_XXL herkömmlicher Kontaktlinsen in den Augen Abbildungsfehler verursachen welche deren Längenwachstum stimulieren und so die Steigerung der Kurzsichtigkeit provozieren. Es wurde nachgewiesen, dass bei Anwendung von Ortho-K Linsen oder weichen Speziallinsen zur Myopiekontrolle die Zunahme von Kurzsichtigkeit in 50-80 % eingedämmt wird.

Führende Optometristen und Kontaktlinsenspezialisten sehen es auch als ihre Aufgabe, kurzsichtigen Menschen jetzt über modernste Korrektionsmöglichkeiten aufzuklären. Zu Recht wird durch die Fachwelt auf die Gefahr stetiger Steigerung der Fehlsichtigkeit hingewiesen. Als Spätfolgen können etwa dehnungsbedingte Löcher, Risse oder Ablösungen der Netzhaut auftreten, zudem besteht ein erhöhtes Risiko am grünen Star (Glaukom), einer der häufigsten Erblindungsursachen, zu erkranken.

Stefanie Matt
Optometristin B. Sc.

Die Optometristin Stefanie Matt, Spezialistin für Kontaktlinsen, befasst sich intensiv mit professionellem Myopie-Management um jungen Kurzsichtigen die stete Zunahme ihrer  Fehlsichtigkeit zu ersparen. Sie rät den Eltern Betroffener sich früh, bereits ab dem Kindergartenalter, zum Thema beraten zu lassen.
Brillen TROTTER AG, Aarau, www.trotteraarau.ch
Tel.062 838 22 22; (Sprechstunde nach Vereinbarung)

Weiterleiten
  • gplus
  • pinterest